Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gibt Zuschüsse für Investitionen gewerblicher Unternehmen in strukturschwachen Regionen, also für Maschinen, Produktionsanlagen und Gebäude. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Viele Branchen sind ausgeschlossen, darunter Land- und Forstwirtschaft, Energieversorgung, Baugewerbe, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie Teile von Handel, Gastronomie und Gesundheitswesen.
Gefördert wird nur in ausgewiesenen Fördergebieten, die in C- und D-Gebiete gegliedert sind. Die Zuordnung erfolgt regional. Ob Ihr Standort dazugehört, zeigen die Fördergebietskarte 2022 bis 2027 und die Landesförderstelle. Ein Beispiel aus Brandenburg: Dort sind unter anderem Prignitz, Uckermark, Oder-Spree und Cottbus C-Gebiete, während Potsdam und Teltow-Fläming D-Gebiete sind.
Die Höchstfördersätze hängen vom Gebiet und von der Unternehmensgröße ab. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten höhere Sätze als große.
| Gebiet | Kleine Unternehmen | Mittlere Unternehmen | Große Unternehmen |
|---|---|---|---|
| C-Gebiet mit BIP bis 100 % oder Arbeitslosenquote ab 100 % (EU-27-Durchschnitt) | 35 % | 25 % | 15 % |
| C-Gebiet mit BIP über 100 % und Arbeitslosenquote unter 100 % | 30 % | 20 % | 10 % |
| D-Gebiet | 20 % | 10 % | nur De-minimis (aktuell 300.000 € in drei Jahren) |
Höchstfördersätze (Bruttofördersatz) laut Förderdatenbank des Bundes, Stand 01.01.2026. In C-Gebieten mit starkem Bevölkerungsrückgang können die Sätze um 5 Prozentpunkte höher liegen. Die konkrete Ausgestaltung liegt bei den Bundesländern.
Planen Sie konservativ und lassen Sie sich den konkreten Fördersatz von der zuständigen Landesstelle bestätigen. Das Land legt fest, wie die Obergrenzen ausgeschöpft werden und welche Ausgaben zuwendungsfähig sind.
| Merkmal | Brandenburg (Beispiel) |
|---|---|
| Förderart | Zuschuss als Anteilfinanzierung, wahlweise sachkapitalbezogen oder lohnkostenbezogen, kein Rechtsanspruch |
| Höchstfördersätze | C-Fördergebiete höchstens 35 %, D-Fördergebiete höchstens 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, in an Polen angrenzenden C-Gebieten bis zu 10 % Zuschlag |
| Förderfähige Ausgaben | mindestens 60.000 €, höchstens 3 Mio. € |
| Zuwendungsfähig je Arbeitsplatz | bis 750.000 € je neu geschaffenem und bis 500.000 € je gesichertem Dauerarbeitsplatz |
| Bewilligungsbehörde | Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) |
| Entscheidung im laufenden Haushaltsjahr | wenn alle Unterlagen bis zum 30. September vollständig vorliegen |
| Bindung | Wirtschaftsgüter mindestens 5 Jahre zweckgebunden, Arbeitsplätze mindestens 5 Jahre nach Abschluss besetzt oder angeboten |
Quelle: Förderdatenbank des Bundes, GRW-Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen Brandenburg.
Dieses Beispiel zeigt die Bandbreite der Landesprogramme. Andere Länder haben eigene Richtlinien mit abweichenden Schwellen, Fristen und Antragswegen.
Die GRW wird häufig mit einem Förderkredit kombiniert, der den Eigenanteil finanziert, zum Beispiel dem ERP-Förderkredit KMU oder in Bayern den LfA-Programmen. Die Kombinationsregeln finden Sie in Fördermittel kombinieren. Ein Praxisbeispiel für Maschinen: CNC-Maschine fördern lassen.
Ein Investitionszuschuss für gewerbliche Unternehmen in strukturschwachen Fördergebieten (C- und D-Gebiete), der Maschinen, Anlagen und Gebäude bezuschusst und nicht zurückgezahlt werden muss.
Die Höchstfördersätze liegen je nach Gebiet und Unternehmensgröße zwischen 10 und 35 %, in D-Gebieten für kleine Unternehmen bei 20 % und für mittlere bei 10 %. Die Länder legen die konkrete Ausgestaltung fest.
Vor Beginn des Vorhabens, laut Verfahrensablauf bevor Liefer- oder Leistungsverträge unterschrieben werden. Einzelne Länder erlauben einen Beginn ab Posteingang des Antrags auf eigenes Risiko, zum Beispiel Brandenburg.
Bei der zuständigen Landesbehörde, zum Beispiel in Brandenburg bei der Investitionsbank des Landes (ILB).
Mindestens 5 Jahre, für KMU in begründeten Fällen mindestens 3 Jahre. Geförderte Arbeitsplätze müssen je nach Landesprogramm ebenfalls für mehrere Jahre besetzt bleiben.
Mit einer ersten Einschätzung, ob Ihr Standort und Ihr Investitionsvorhaben in Frage kommen.
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