Die Forschungszulage beträgt 25 % der Bemessungsgrundlage. Unternehmen, die als kleines oder mittleres Unternehmen gelten, können eine Erhöhung um zehn Prozentpunkte beantragen und kommen so auf 35 % (§ 4 Abs. 1 FZulG). Zwei Punkte sind wichtig: Der Aufschlag gilt nur auf Antrag, und er gilt nur für Tätigkeiten nach dem 27.03.2024. Für frühere Zeiträume bleibt es bei 25 %, siehe Forschungszulage rückwirkend.
| Status | Satz | Bemessungsgrundlage | Zulage |
|---|---|---|---|
| KMU | 35 % | 500.000 € | 175.000 € |
| Großunternehmen | 25 % | 500.000 € | 125.000 € |
| Differenz | 10 Prozentpunkte | 50.000 € |
Illustrative Rechnung für Tätigkeiten nach dem 27.03.2024, ohne Pauschale.
Das Gesetz verweist auf die KMU-Definition in Anhang I der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO). Maßgeblich sind die Beschäftigtenzahl und eine von zwei Finanzgrenzen:
| Kategorie | Beschäftigte | Jahresumsatz | oder Jahresbilanzsumme |
|---|---|---|---|
| Mittleres Unternehmen | unter 250 | höchstens 50 Mio. € | höchstens 43 Mio. € |
| Kleines Unternehmen | unter 50 | höchstens 10 Mio. € | höchstens 10 Mio. € |
| Kleinstunternehmen | unter 10 | höchstens 2 Mio. € | höchstens 2 Mio. € |
Quelle: AGVO (VO (EU) 2014/651), Anhang I, Art. 2. Für die Forschungszulage genügt es, die Beschäftigtenzahl und eine der beiden Finanzgrenzen einzuhalten.
Die Grenzwerte gelten nicht isoliert für das einzelne Unternehmen. Bei der Prüfung werden Partnerunternehmen und verbundene Unternehmen einbezogen:
Besonders bei Unternehmen in einer Gruppe oder mit Beteiligungsgesellschaft lohnt sich deshalb eine genaue Prüfung, bevor Sie den KMU-Status annehmen. Ein falscher Ansatz kann zu Rückforderungen führen, ein zu vorsichtiger Verzicht kostet bis zu zehn Prozentpunkte.
Auch ohne KMU-Status bleibt die Forschungszulage mit 25 % ein gewinnunabhängiger Zuschuss. Die 20-%-Pauschale für Gemein- und Betriebskosten gilt für Vorhaben nach dem 31.12.2025 unabhängig von der Unternehmensgröße. Bei verbundenen Unternehmen teilen sich alle den Höchstbetrag von 12 Mio. € je Wirtschaftsjahr (§ 3 Abs. 6). Die Zulage ist außerdem Teil der Beihilfe, deren Summe je Vorhaben 15 Mio. € nicht übersteigen darf (§ 4 Abs. 3).
Die Rechnung zur Zulage steht in Forschungszulage berechnen, einen schnellen Überschlag liefert der Forschungszulage-Rechner. Die verbindliche Einstufung klären Sie mit Ihrem Steuerberater.
Bei weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Mio. € Jahresumsatz oder höchstens 43 Mio. € Jahresbilanzsumme, unter Einbeziehung von Partner- und verbundenen Unternehmen (AGVO, Anhang I).
Nein. Die Erhöhung um zehn Prozentpunkte muss beantragt werden (§ 4 Abs. 1 FZulG).
Nur für Tätigkeiten nach dem 27.03.2024. Für frühere Zeiträume gilt der Grundsatz von 25 %.
Ja. Partnerunternehmen ab 25 % Beteiligung zählen anteilig, verbundene Unternehmen mit Kontrolle vollständig. Für bestimmte Investoren gibt es Ausnahmen.
Ja. Auch 25 % sind ein gewinnunabhängiger Zuschuss. Bei verbundenen Unternehmen teilen sich alle den Höchstbetrag von 12 Mio. € je Wirtschaftsjahr.
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